Schweizer Experiment bestätigt Erfolg der Gamification im Lern- und Merkprozess

Anlässlich der WKO eDay15 erzählte mir Herr Roy Franke eine nette Anekdote.

Er arbeit beim CYP, dem Ausbildungs- und Kompetenzzentrum in der Bankausbildung und seit 2012 sind sie als papierloses Ausbildunginstitut unterwegs, d.h. ihre Auszubildenden erhalten ein Tablet als Lern- und Arbeitsinstrument. Dabei wollte er interessehalber wissen, was für einen Effekt der Einsatz von Gamifikation haben würde.

Deshalb machte er folgendes „Experiment“: 60 Auszubildende sollten sich ein fachlich komplexes Thema im Selbststudium aneignen. 30 Auszubildende erhielten die Schulungsunterlagen als ein PDF-Dokument, aber angereichert mit Bilder, damit es nicht ganz so „trocken“ zum Lernen war. Die anderen 30 Auszubildenden lernten anhand eines Jeopardy-Spieles, d.h. sie konnten nach Unterthemen gegliedert Fragen mit verschiedener Anzahl Punkte auswählen. Vor der jeweiligen Frage wurde ein kurzer theoretischer Input geliefert, danach folgte die Frage. Zu gewinnen gab es nichts, aber es wurde ein Leaderboard geführt und es bestand die Möglichkeit, das Spiel immer wieder durchzuspielen, um seine Punktezahl zu erhöhen.
Fazit:
Die Gruppe mit der Gamifikation hatte im Schnitt eine höhere Lernzeit als die Kontrollgruppe. Bei der anschliessenden Erfolgskontrolle schnitt die Gamifikation-Gruppe ebenfalls besser ab. Und zwei Monate nach Ende des „Experiments“ mussten alle Auszubildenden nochmals einen Test durchmachen, anhand welchem die Lern-Nachhaltigkeit überprüft werden sollte. Auch hier schloss die Gamifikation-Gruppe besser ab. Für mich war dies eine Bestätigung, Gamifikation-Elemente stärker in der Ausbildung einzusetzen.
Falls Sie weitere Fragen zu diesem Experiment haben, dann können Sie gerne Herrn Franke kontaktieren:

Roy Franke
Betriebsökonom FH, MAS Ausbildungsmanagement
Lead Digital Field / Research & Development
CYP smart education
Puls 5, Giessereistrasse 18
8005 Zürich, Schweiz
T +41 43 222 53 38
E roy.franke@cyp.ch